Der Blutegel

 

 

 

Bei dem Biss des Egels überträgt dieser seinen Speichel in die Bissstelle. Wissenschaftler haben inzwischen über 20 Inhaltsstoffe im Speichel identifiziert. Sie wirken unter anderem gefäßerweiternd, entzündungshemmend, entgiftend, schmerzstillend, gerinnungshemmend, gefäßkrampflösend etc.
Zudem fördert er die Bildung von weißen Blutkörperchen, die maßgeblich an der Abwehr von Krankheitserregern beteiligt sind. Somit ist eine immunstärkende Wirkung nachgewiesen. Zu guter Letzt wird der Lymphfluss beschleunigt, wodurch zum Einen Schwellungen entgegen gewirkt wird, aber auch die in der Lymphe enthaltenen Schad- und Schlackenstoffe ausgeschieden werden, der Körper somit entgiftet wird.

 

 

 

2 Tage vor Beginn der Therapie darf die geplante Stelle nicht mehr mit Salben o.ä. behandelt werden. Blutegel sind sehr empfindlich und beißen daher dann nicht.
In aller Regel wird die geplante Hautstelle vom Therapeuten kleinflächig rasiert, dann die geeignete Stelle mit einer winzigen Nadel, einer Einmal-Stechhilfe, wie sie Diabetiker für ihre tägliche Blutzuckermessung benutzen, angestochen, so dass ein kleiner Tropfen Blut austritt. Diese Prozedur ist für Ihr Tier nahezu schmerzlos, ermöglicht dem Therapeuten aber eine ganz genaue Platzierung des Egels. Dieser wird auch schneller beißen, da er nicht lange nach einer geeigneten Stelle suchen muss. Dies kann die Behandlungsdauer für Ihr Tier beträchtlich reduzieren.
Der/die Egel beginnen nun mit ihrer wertvollen Arbeit – dies dauert in aller Regel zwischen 30 und 90 Minuten. Die Egel nehmen dabei 10-20ml Blut auf und fallen danach ab. Keinesfalls darf man sie mit Gewalt abziehen, da Teile der Beißwerkzeuge in der Wunde verbleiben könnten oder durch Quetschung der Egel Mageninhalt in die Wunde gelangen kann, was zu Infektionen führen kann.

 

 

 

Nachdem die Egel vollgesogen und abgefallen sind, kommt es an der Bissstelle zu Nachblutungen, die bis zu 12 (in Ausnahmefällen bis zu 24) Stunden anhalten können. Diese Nachblutung ist Teil der Therapie und daher erwünscht. Es werden Schad- und Schlackenstoffe ausgeschieden, sie wirkt wie ein Mini-Aderlaß. Zudem verhindert die Blutung das Eindringen von Keimen.
Auf keinen Fall sollten die Bissstellen durch einen Verband komprimiert werden, da dies die erwünschte Blutung verhindert. Daher wird der Therapeut in der Regel keinen Verband anlegen, allenfalls eine sterile Kompresse auflegen, die ganz locker mit einem Pflaster fixiert wird.

 

 

 

 

Patellaluxation

 

 

 

Definition (kurz gehalten): Die Kniescheibe gleitet nicht in ihrer „Gleitrinne“, sondern „springt“ bzw. luxiert zur Mitte oder nach außen (medial/lateral). In seltenen Fällen entgleitet sie auch beidseits. Der Hund entlastet das betroffene Bein, es wird gebeugt gehalten und verdreht  bei medialer Luxation nach innen.

 

Durch die Fehlhaltung entstehen etliche Folgeschäden/Überbelastung der umliegenden Muskulatur, da diese versucht die Fehlhaltung zu kompensieren und die Schmerzen so gering wie möglich zu halten.

 

 

 

Was ich als Physiotherapeutin für Ihren Liebling tun kann:

 

 

 

-Massagen zur Entspannung

 

-Amplimed Therapie zur Schmerzbehandlung

 

-Wärmetherapie

 

-Einsatz des THERZ – Matrix Gerätes, um verklebte und verhärtete Muskulatur aufzulockern und den Muskel wieder zu seinem normalen Muskeltonus zu verhelfen

 

-Wurde der Hund operiert, kann durch Kältetherapie die Wunde abschwellend behandelt werden und, sobald die Wunde geschlossen ist, mit Narbenmobilisation begonnen werden

 

-Erstellung eines Trainingsplans, um die Muskulatur zu stärken und die Patella zu stabilisieren

 

-passive Bewegungstechniken, um das Gleiten der Patella zu förden

 

 

 

…sprechen Sie mich ruhig an, ich helfe Ihnen gerne weiter!

 

Das Vestibular-Syndrom

 

Da ich nun leider selber aus privatem Hintergrund mit meiner Hündin damit zu kämpfen habe und viele Besitzer die Krankheit als so etwas wie einen Schlaganfall bei einem Menschen einschätzen, möchte ich nun einige wesentliche Unterschiede aufzählen – auch ich/wir waren erst verunsichert.
Beim Vestibular-Syndrom ist- anders als beim Schlaganfall – nicht das Hirn, sondern das Gleichgewichtsorgan beschädigt. Die Hunde wissen nicht, wo „oben oder unten ist“, laufen im Kreis, kippen um, speicheln und Erbrechen. Die Prognose ist in der Regel sehr gut – nach einigen Tagen sollte eine deutliche Linderung und Wiedererlangung der motorischen Fähigkeiten/Gleichgewichtssinn wieder vorhanden sein.

 

Im Falle von Bambi haben wir daran gearbeitet, ihre schiefe Kopfhaltung zu korrigieren (wir sind gerade beim 4. Tag nach dem Anfall) und sie dazu zu bringen, in die ihr unliebsamere Richtung zu gehen.

 

Ich habe sie mit dem Balance Board trainiert, um ihr Gleichgewicht vorsichtig zu schulen.

 

Und das Ergebnis ist hervorragend.

 

HD Beim Hund 


Definition


HD (Hüftgelenksdysplasie) ist eineSkeletterkrankung beim Hund. 

Das Hüftgelenk, gebildet vom Femurkopf und Hüftgelenkspfanne,ist deformiert, d. h.: Femurkopf und Hüftgelenkspfanne sind inkongruent, passen also nicht ineinander. Diese Tatsache kann im fortschreitenden Verlauf der Erkrankung zu Entzündungen aufgrund des hohen Gelenkverschleißes führen, der Knorpel wird geschädigt und die „Gelenkschmiere“ (Synovia) kann nicht ausreichend gebildet werden.


Entstehung-und warum meist große Hunde betroffen sind Kurzfassung


Ein Faktor bei der Entstehung der HD ist die genetische Veranlagung (beispielsweise der deutsche Schäferhund). Aber auch die Fütterung spielt eine ganz entscheidende Rolle. 


Das Skelett eines Welpen ist logischerweise noch nicht voll ausgebildet, die knorpeligen Anteile müssen sich erst noch entwickeln. Werden zu viele Eiweiße und zu viel Kalzium gefüttern, kann dies zu einem erschnellten Wachstum führen – nur dass das Skelett gar nicht dafür ausgelegt ist. Es können keine vernünftigen Gelenflächen gebildet werden, Inkongruenz ist die Folge. 


Auch wenn die Belastung auf das Skelett zu groß sind – häufiges Springen, Treppensteigen, zu viel Bewegung auf Asphalt – führen, bei heranwachsenden aber auch alten Hunden, zu HD. 


Physiotherapie bei HD 


HD an sich ist ohne operativen Eingriff nicht heilbar- aber ich kann Ihrem Liebling die Schmerzen lindern. Elektrotherapie zur Schmerzreduktion hat sich bereits mehrfach bewährt. Passive Bewegungsübungen sind äußerst wichtig, um die Gelenke in Bewegung zu halten. Denn – je weniger Bewegung, desto mehr Bewegungseinschränkung. Massagen lösen die Verspannung und wirken schmerzreduzierend. 


Sprechen Sie mich einfach an – gemeinsam erstellen wir dann einen Therapieplan und arbeiten daran, dass ihr Freund sind wieder wohl fühlt :)

 

 

Magnetfeldtherapie

 

 

 

Ablauf:

 

Der Hund legt sich im Idealfall auf die Matte, das Magnetfeld reicht jedoch auch über die Mattengröße hinaus. Ich benutze die Magnetfeldtherapie in den häufigsten Fällen begleitend. Das bedeutet, noch während der Hund mithilfe der Magnetfeldmatte therapiert wird, beginne ich mit entspannenden Massagen/Behandlungen.

 

Wirkungsweise

 

Die Energie des Magnetfeldes wirkt sich anregend auf die Körperzellen aus. Der Zellstoffwechsel wird angeregt, sodass Giftstoffe entschlackt werden und  Stoffwechsel angeregt wird.

 

Hierdurch bedingt wirkt eine Magnetfeldtherapie schmerzstillend, entzündungshemmend, entschlackend und anregend. Das Magnetfeld kann helfen bei Entzündungen, Arthrose, der Wundheilung, Durchblutungsstörung und Stoffwechselstörungen, Sehnenerkrankungen, Spondylose, Muskelverspannungen u.W.

 

 

 

 

Elektrotherapie

 

 

 

Amplimed – Mittelfrequenter Strom

 

 

 

Mithilfe des Mittelfrequenzstroms  werden drei Frequenzen genutzt: Nieder-, Mittel- und Schwellfrequenz. Dank dieser Frequenzen dringen die Impulse bis in die tiefsten Gewebeschichten. Im Gegensatz zur TENS-Therapie ist die Therapie mit dem Amlimed deutlich angenehmer, sodass es gerade in der Tierphysiotherapie immer beliebter wird.

 

Je nach Bedarf kann die Therapie anregend (tonisierend) oder entspannend (detonisierend) eingesetzt werden.

 

 

 

Wirkungsweise

 

Die Elektrotherapie wirkt schmerzlindernd, anregend, entschlackend, durchblutungsfördernd und vor allem tiefenwirksam.